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 | 1957 bis 2007 - 50 Jahre Jugendrotkreuz Köngen |
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Das Jugendrotkreuz von 1957 - 1967
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Die Jugendarbeit beim Köngener Rotkreuz begann bereits 1956 mit einem Erste-Hilfe-Kurs der Abschlussklasse des Jahrgangs 1942/43 in der Mörikeschule. Nach dem Riesenerfolg des Kurses entschloss sich ein Großteil der Klasse zur Mitarbeit beim Ortsverein. Am 2. Oktober 1957 fand die offizielle Gründung des Jugendrotkreuzes unter Leitung von Robert Weigele statt. Die Gruppenabende begannen von nun an eine Stunde vor dem Dienstabend der Bereitschaft. Themen waren hauptsächlich die Aus- und Weiterbildung und die Vorbereitung auf Wettbewerbe. Die Gruppe war so erfolgreich, dass sie unter anderem den 1. Platz beim Erste-Hilfe-Wettbewerb in Plattenhardt gemacht haben. Da es damals noch nicht viele Autos gab, erfolgte die Anreise zu Wettkämpfen und Zeltlagern in der Regel mit dem eigenen Fahrrad oder Motorrad. Bei einem Zeltlager am Filsursprung wurden nicht nur Erste-Hilfe-Aufgaben gelöst, sondern auch die Kameradschaft gepflegt. Um den Speiseplan etwas nachhaltiger zu gestalten, wurden an der Fils auch Forellen geangelt. Am nächsten Tag kam auch gleich ein Gesetzeshüter, doch zum Glück nicht wegen der Forellen, sondern wegen des Motorrads des Jugendleiters. Da an diesem Sonntag Fahrverbot herrschte, musste er das Motorrad, mit dem er tags zuvor hergefahren war, nach Hause schieben. Der Grundstein für 50 Jahre erfolgreicher Jugendarbeit wurde von dieser Gruppe gelegt.
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Das Jugendrotkreuz von 1967 - 1977
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Wie schon in den vorangegangenen zehn Jahren wurde der Grundstein für die Köngener Rot- Kreuz-Jugendarbeit bei Erste- Hilfe-Kursen an der Mörikeschule gelegt: Bei einem Lehrgang begeisterten sich so viele Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse des Schuljahres 1966/67 für die Arbeit des DRKs, dass es zur Gründung einer neuen Mädchengruppe unter der Leitung von Erika Reinhard und einer Jugendgruppe unter Peter Schöner kam. Gefeiert wurde das Ganze mit Saitenwürstle und Weckle – ein Brauch, der auch heute noch sehr beliebt ist. Dass auch die Arbeit und das soziale Engagement dabei nicht zu kurz gekommen sind, zeigt sich an der regen Beteiligung bei Gruppen- und Ausbildungsabenden, Übungen und Spendensammelaktionen. Höhepunkt stellte dabei die Zertrümmerung eines Autos zugunsten krebskranker Kinder dar. Die Jugendgruppe baute hierfür am Köngener Pfingstmarkt einen Stand, bei dem jeder für eine kleine Spende, ein dafür bereitgestelltes Auto mit einem Vorschlaghammer malträtieren durfte. Die Aktion war ein voller Erfolg, für das JRK-Köngen, aber ganz besonders für die krebskranken Kinder. Ein weiteres Highlight war der Bereitschaftsausflug nach Solferino, an dem die Jugendrotkreuzler auch teilnehmen durften. Der kleine Ort in Italien ist sozusagen die Geburtsstätte des Roten-Kreuzes und ein Besuch dort somit von großer Bedeutung für jedes aktive Mitglied. In den folgenden Jahren konnte sich das JRK-Köngen über Zuwachs nicht beschweren, und so kam es, dass Gerhard Fingerle dem damaligen Jugendleiter Gerhard Buchmann erst unterstützend zur Seite gestellt und später dann auch selbst Jugendleiter wurde. Schwerpunkte der Jugendarbeit waren damals wie heute Ausbildung in Erster Hilfe und realistischer Unfalldarstellung.
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Das Jugendrotkreuz von 1977 - 1987
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In den Jahren 1978 - 1980 wurden verschiedene neue Gruppen verschiedener Altersstufen gebildet. Zu den Ausbildungsinhalten zählten neben der Ersten Hilfe auch der Umgang mit den DRK-Fahrzeugen und das Verladen der Verletzten ins Auto. Um das Gelernte unter Beweis zu stellen, wurde im Gewerbegebiet Ghai eine alltägliche Unfallsituation nachgestellt, bei der die JRKler sowohl die Verletzten schminkten als auch fachmännisch versorgten. Die Übung wurde sogar gefilmt, sodass hinterher alle schauen konnten, ob sie alles richtig gemacht hatten. 1979 zur Hochzeit von Monika und Gerhard Fingerle (damaliger Bereitschaftsführer) standen die Jugendrotkreuzler Spalier vor der Kirche. Neben einem Wettbewerb im Jahr 1980 standen auch ein Hüttenwochenende in Althengstett im Schwarzwald, die Besichtigung des Coca-Cola-Werks in Deizisau sowie ein Basar zugunsten der Jugendarbeit auf dem Programm. Das 25-jährige Jubiläum unter der Jugendleitung Christel und Dieter Fingerle wurde 1982 in der voll besetzten Eintrachthalle gefeiert. Den Gästen vom Kreisverband, befreundeten Jugendgruppen, Eltern und Aktiven wurde ein buntes Abendprogramm geboten. Bereits 2 Jahre später, zum 60-jährigen Bestehen des Ortsvereines, konnten die Jugendlichen ihre schauspielerischen Fähigkeiten bei der nachgestellten und als Erzählungen überlieferten Gründungszeremonie dem Publikum vorführen. An diversen Weihnachtsmärkten konnten die Jugendgruppen mit dem Verkauf von Bastelarbeiten und durch einen Dosenwurfstand die Jugendkasse ein wenig aufbessern. Da konnte man sich zur Abwechslung auch einen Ausflug gönnen, wie etwa 1984 in die Bavaria-Filmstudios nach München.
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Das Jugendrotkreuz von 1987 - 1997
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Gleich im Jahr 1988 nahm das Jugendrotkreuz an dem 125-jährigen Jubiläum der Feuerwehr Köngen teil und beteiligte sich mit JRK-Wimpel an der Fahnenweihe der neuen Feuerwehrfahne. Das war, wie das "Rote Kreuz", dargestellt durch einen großen bespannten Ring beim Festzug, für alle ein eindrucksvolles und bleibendes Erlebnis. Darüber hinaus gab es noch Zeltwochenenden am Aislinger See und Nachtwanderungen zum Fischersee. Das anschließende Grillen war natürlich schon damals obligatorisch. Neben der Teilnahme an Feierlichkeiten und Freizeiten wurde aber auch fleißig gearbeitet: Erste Hilfe, realistische Unfalldarstellung und praktische Übungen im Freien. So kam es, dass viele auch das erworbene Wissen bei Schnupperdiensten als dritter oder vierter Mann einsetzen wollten und konnten. Bei Wettkämpfen, wie zum Beispiel in Nellingen 1997, konnte das Gelernte erfolgreich bewiesen werden. Unter der Leitung von Angelika Zoch und später Margaretha und Diana Achnitz wurde die Integration des JRKs in den Ortsverein und besonders in die Bereitschaft vorangetrieben. So half das Jugendrotkreuz beim Blutspenden oder bei Erste-Hilfe-Kursen und beteiligte sich rege beim Altkleidersammeln. Um dies noch zu unterstreichen nahmen auch immer wieder Jugendliche aus dem JRK an Lehrveranstaltungen des DRK Kreisverbandes Esslingen teil und absolvierten dabei unter anderem die Sanitätsausbildung. Dass bei so viel Verantwortung der Spaß nicht zu kurz kommen darf, war auch den damaligen Jugendleitern klar. Daher ging man gemeinsam zum Schlittschuhlaufen oder zur Faschingsdisco und organisierte Spiel und Spaß bei den Gruppenabenden.
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Das Jugendrotkreuz von 1997 - 2007
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Seit 1996 lag das Jugendrotkreuz in den Händen von Margaretha Achnitz und ihrer Tochter Diana, die es 2000 an Gudrun Scharrer und 2001 an Jochen Wisst übergaben. Sie führten 2 Gruppen von 6- bis 13- Jährigen und Ü13-Jährigen an die Jugendarbeit heran. Neben den üblichen Ausbildungsthemen der Ersten Hilfe standen auch eine Besichtigung der Deutschen Rettungsflugwacht am Stuttgarter Flughafen sowie die DRK-Rettungsleitstelle in Esslingen auf dem Lehrplan. Darüber hinaus wurde das Programm durch Mithilfe beim Blutspenden, Teilnahme an Wettbewerben und einer Übung der Rettungshundestaffel, Sanitätsdiensten und Altmaterialsammlungen erweitert. Für Spiel und Spaß sorgten Schlittschuh laufen, Faschingsdisco, Kosmetiktipps im Haus der Schönheit sowie Sommer- und Weihnachtsfeiern. In den letzten 5 Jahren werden die Jugendgruppen von Sebastian Klenk (2002 - 2006), Gerald Feldkircher (seit 2002), Janette Schreiter (seit 2003), Julian Bauder (seit 2003), Daniela Beck (seit 2005), Harald Petrow (seit 2006), Julia Deisser (seit 2007) und Cornelia Schreiter (seit 2007) geleitet. Über 40 Kindern in 3 Gruppen wird die Rotkreuz-Welt nahe gebracht, wobei Wettbewerbe, Ausflüge, Nachtorientierungsläufe, Geschenk-Verpackaktionen, Blutspenden, Maiwanderungen und Programmpunkte am Kinderferienprogramm den Gruppenabend ergänzen. Höhepunkt ist die alljährliche Übung der Gruppen mit Blaulichtfahrt auf die Felder beim Köngener Stadion.
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